| « Im Stress | Hey Ho!!! » |
Back...
und schon wieder ein Urlaub zuende, da läuft ja auch irgendwas falsch. Kaum da schon wieder weg und gut, 10 Tage sind eindeutig zuwenig. Vor allem wenn man für eine Strecke so ca. 14h mit dem Auto unterwegs ist, aber was soll man machen. Dieses mal hat auch das Wetter nicht so wirklich mitgespielt, die Sonne war nur an drei Tagen zu sehen, ansonsten zwar meist trocken und warm aber bewölkt und der üblich scharfe Atlantikwind. Auch der Trupp Jugendlicher aus dem Saarland fehlte, aber an Erheiterungen mangelte es trotzdem nicht. Nachdem wir direkt nach der Ankunft erstmal Stellung bezogen hatten wurde uns schnell klar, dass unsere Nachbarn nicht unbedingt die leisesten waren. Hierbei handelte es sich um zwei Frauen, einen Mann (wer da mit wem???) und drei Kindern, ein vielleicht 10-12 jähriges Mädchen und zwei Jungs… einer davon vielleicht 3-4 Jahre alt, der andere lag so zwischen den beiden. Und um es noch zu erwähnen… Engländer. Das tägliche Spielchen ging ungefähr so:
- 7:00 Uhr der kleine quäääkt (allein die Stimme reichte um einen agressiv zu machen) und zwar so das alle rundherum wach werden.
- 8:00 Uhr - 12:00 Uhr die Schwester stiftet den kleinen massiv dazu an Blödsinn anzustellen (z.B. über die Luftmatratzen zu laufen, was seine Mutter auf den Plan ruft. Seine Mutter (das Organ) tickt daraufhin aus und brüllt den Kleinen unter Benutzung aller bekannter und unbekannter Schimpfwörter der englischen Sprache an, so dass wiederum alle anderen auf dem Campingplatz was davon haben.
- 12:00 Uhr - 13:00 Uhr Mittagessen.
- 13:00 Uhr - 17:00 Uhr Der Mann (den ich nicht einmal habe sprechen hören) verdünnerisiert sich mit dem anderen Jungen. Die Schwester versucht weiterhin den Kleinen zu irgendwelchem Unfug anzustiften der ihm garantiert Ärger einbringt. Selbiger riecht den Braten und beschimpft seine Schwester mit (O-Ton): “You are a big fat ugly bitch!!!”
usw.
Dann irgendwann die Erlösung, man packt zusammen. Ich werde um 05:30 von dem Geklimper der Heringe geweckt, nach einer ganzen Weile denke ich so viele Heringe kann das Zelt doch gar nicht haben… Doch und noch einige mehr!!! Außerdem tuckert das Auto permanent im Leerlauf vor sich hin. Ich stehe auf und werfe einen “Blicke, Brötchen, Satt Blick” über die Hecke und denke ich sehe nicht richtig. Auch mermaliges Augenreiben und Puls fühlen hilft nicht. Die zwei Frauen bauen das Zelt ab, die drei Kinder sitzen mitsamt Mann im laufenden Auto. Kopfschüttelnd krabbel ich wieder ins Zelt und plötzlich klimpert es wieder. Mist die Zeltstangen… Man glaubt nicht wie viele Zeltstangen es gibt, auf einen Hering kommen mindestens 10 Stangen. In der Zwischenzeit hört man mehrfach die Autotür aufgehen (ok, ziemlich leise) gefolgt von einem Brüllen der Mutter: “Shut the fucking door"… rummmms. Das ganze so im Minutentackt. Dann so um irgendwas nach 7:00 Uhr, ausser dem Brummen vom Auto… Ruhe, welch himmlische Ruhe. Zufrieden rolle ich mich ein und versuche wieder einzuschlafen. RRRRRRRRRRRRRRRRRRIIIIIIITTTSCH, nein hier schnarcht niemand, da werden Zeltplanen abgekehrt. Logisch, dass ein Zelt mit 763 Heringen und 7630 Zeltstangen über mindestens 20 ha Zeltplane verfügt und akribisch gekehrt werden muss. eine Stunde später fährt das Auto ab. Ich war dafür wach und konnte nach 3h Schlaf zumindest an dem Tag noch gestrandeter Wal am Strand spielen. Gefehlt hat eigentlich nur noch jemand, der mir alle Nase lang einen Eimer Wasser übergeschüttet hätte um mich zu kühlen.
Erfrischend war dann der Platz über uns, so nach ein paar Tagen kamen zwei Holländerinnen und bezogen Stellung, obwohl man hier von Stellung beziehen nicht sprechen konnte. Sie machten es sich heimisch. Während das erste Zelt noch völlig normal war, musste ich beim zweiten schon lachen. Als dann auch noch ein Tisch mit Platzdeckchen und Kerzen sowie ein Stuhl in Tarnfarbe und ein Stuhl passend zum zweiten Zelt aufgebaut wurde…
Auf dem Bild nicht so gut zu erkennen, dass auf dem zweiten Zelt sowie dem Stuhl sind wahrhaftig Blumen!!!
Hartelijke groetjes aan de twee leuke Nederlands meisjes (hope it’s correct?!)
Wirklich nette Nachbarinnen wie sich herausstellte. Nachdem also einen Platz über uns die Sonne schien, schlug das Wetter um und einem blieb kaum eine andere Wahl wie sich die Abende mit Rotwein, Käse bzw. Bier und Käse zu vertreiben. Die Heimfahrt verlief dann auch mit nur einem Stau. Das schöne an Frankreichs Autobahnen ist ja, dass sich die Verkehrsdichte bei den Preisen arg in Grenzen hält. Nur die LKW’s der wahrscheinlich größten Spedition der Welt trieben sich zuhauf herum. Die müssen echt riesige Depots in Spanien und Portugal haben. Hut ab vor den Herren Veiculo und Longo ![]()
et Biedl