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Verschlüsselung
Heute ist mir zum ersten Mal eine wirklich Interessante Sicherheitstechnik an der Arbeit aufgefallen. Wie in vielen produzierenden Unternehmen gibt es in jeder Fertigung verschlossene Räume, in denen irgendwelche Verbrauchsmaterialien lagern, die auch gerne mal Füße bekommen. Aus diesem Grund stehen die Inhalte der Räume unter strikter Verwaltung der Meister. Solange selbiger da ist, kann der Mitarbeiter dann dort hin gehen und bekommt die Sachen, die er benötigt, herausgeholt oder aber den Schlüssel um sie sich selbst zu holen. Sollte der Meister dann einmal nicht da sein gibt es jemanden, der ebenfalls einen Schlüssel hat oder aber weiss wo der Schlüssel liegt. Letzteres gehörte zu dem heute beobachteten. Der ominöse Rauminhalt muss derartig wertvoll sein, dass er mit der einzigartigen “dautphetaler Verschlüsselung” gesichert wurde. Um an den Schlüssel zu besagtem Raum zu kommen, muss man erstmal den Schlüssel für den Schreibtisch besitzen (Sicherheitsstufe 1). Mit diesem kann man dann die oberste Schublade öffnen, in der so ca. 150 Schlüssel durcheinander liegen (Sicherheitsstufe 2, wie üblich nur lösbar, wenn man den richtigen Schlüssel kennt (da liegt nicht ein Schlüssel mit Anhänger drin). Wer jetzt denkt, man könnte da den Schlüssel vom Schlüsselschränkchen finden, täuscht sich. Es muss der Schlüssel für einen von fünf Schränken gefunden werden, in dem wiederum in einer Ecke ein Schlüssel schlummert. Dieser öffnet nun einen Containerschrank (Sicherheitsstufe 3), und dort in der zweiten Schublade in einer Tasse liegt dann der Schlüssel (Sicherheitsstufe 4), mit dem sich der Schlüsselschrank öffnen lässt, in dem sich der Schlüssel befindet um an das verdammte Paar Handschuhe zu kommen. Das nenne ich mal eine ordentliche Verschlüsselung und wer nun nach einem Hashwert fragt… ich kann mir gut vorstellen, dass die Vertretung des Verschlüsselungstechnikers nach der 10. Herausgabe von Handschuhen erstmal was für den Hashwert tun muss um nicht gänzlich bekloppt zu werden. Nachdem ich das Schauspiel heute zweimal beobachten konnte, fing ich an Mitleid mit demjenigen zu bekommen, der evtl. mal auf die Idee kommt bei dem Zuhause einzubrechen. Entweder verzweifelt der schon an der Eingangstür oder kommt nie wieder aus dem Haus raus…
et Biedl