So kann man sich auch am Sonntag Arbeit machen...
August 12th, 2007Jetzt sitze ich hier schon seit einigen Stunden vor dem Rechner und beschäftige mich mit CMS-Systemen, da ich meine Homepage nach 3 oder 4 Jahren endlich mal wieder erneuern will. Was macht es für einen Sinn, wenn man das ganze gar nicht pflegt. Da ich keinen Bock mehr habe alles von Hand in HTML zu schreiben, WYSIWYG Editoren generell ablehne und eine halbwegs vernünftige Seitenverwaltung haben möchte, muss eben ein CMS-System her. Aber welches… Um alle Funktionalitäten zu Testen, installiere ich eben erstmal, schaue nach und wenn es mir nicht gefällt kommt es eben wieder runter. Falls jemand noch ein schönes System für so etwas kennt, dann sagt Bescheid…
Musik: Es streamt gerade Womens Liberation - Piss straight line auf Killed by death
et Biedl
Putzteufel Teil 1
August 11th, 2007Ich muss euch mal eine kleine Geschichte erzählen, und zwar die Geschichte von einem Helden. Ein Held des Saubermachens. Bevor ich jedoch damit Anfange sei noch eins zur Erläuterung erwähnt: Wenn ihr einen Todfeind habt, dann solltet ihr nicht hingehen und ihm ein Veilchen schlagen. Da gibt es viel bessere Methoden. Einer meiner Favoriten ist, wenn besagter Todfeind einen gewissen Sauberkeitsfimmel hat, ihn mit einer wirklich gutaussehenden Frau mit langen, dunklen Haaren zu verkuppeln
. Selbst ohne einen Sauberkeitsfimmel weiss ich aus eigener leidiger Erfahrung, dass Frauen sehr viel Wert auf ihr Äusseres legen und das ihre Haare diesbezüglich noch weitaus wankelmütiger sind wie die Frau unter ihnen. Darin vermute ich auch den Grund, dass eine Frau mehrmals am Tag zwischen “Sommer- und Winterfell” wechselt. Dementsprechend sind natürlich auch die Spuren, die Frau überall hinterlässt.
Unser Held wohnt also gerade in seiner ersten eigenen Wohnung und hat es geschafft ein ihm zusagendes weibliches Exemplar abzuschleppen. Nach einer Weile versucht er Sie dazu zu Überreden, dass Sie mit ihrem “Haarausfall” zu einem Arzt gehen soll. Aber er lernt schnell, von seiner zu tode beleidigten Angebetenen, dass die Haare auf dem Boden (irgendwie rotten die sich sowieso immer auf den hellen Fliesen zusammen oder wickeln sich anschmiegsam an den hellbeigen Teppich, während auf den dunklen Schiffsdielen im Flur nicht ein Haar zu entdecken ist) völlig normal sind. Nach nur zwei Tagen wurden sie ein Paar und einen Monat später zogen sie zusammen.Doch eines Tages kam er, der Spruch den alle fürchten:
“Schaaahaaaaatz…. (übertriebenlange Pause) ich muss noch dringend was Einkaufen, kannst Du in der zwischenzeit Saubermachen!!!” Oh nein, die Tätigkeit, der Mann erfolgreich und mit viel Mühe seit einer Ewigkeit aus dem Weg gegangen ist. Der gehetzte Blick… und nichts, was einem jetzt noch Helfen kann und Mist, da fällt die Tür ins Schloss… was nun?… Naktputzservice? Bestimmt lustig aber was wenn sie früher zurückkommt? Also lieber doch nicht. Komplizierter Ohrläppchenbruch? Geht nicht erst letzte Woche auskuriert… Tante Erna? Kann auch nicht schon wieder sterben…
.
Mutig wie es sich für einen Helden ziemt, geht er zur Abstellkammer und beäugt mißtrauisch den Staubsauger. Nach ca 10 Minuten feindlichen Anstarrens dann der Entschluss, ja dann mache ich eben sauber. Raus mit dem Staubsauger und rein mit dem Stecker. Aber er klingt irgendwie komisch und scheinbar hatte sie doch Recht, als sie behauptete, dass er nicht mehr richtig saugt. Aus dem Hintergund erklingt das leise fast nicht wahrzunehmende Lachen der Staubbällchen. Aber bei so einer Gelegenheit lässt sich kein richtiger Mann lumpen und mit einem Schraubenzieher bewaffnet und dem Gedanken, dass er irgendwas vergessen hat geht es ans Werk. Schon bald sitzt er inmitten einer wahren Teilevielfalt auf dem Wohnzimmerboden und starrt wütend auf den Rest Staubsauger. Vielleicht hat der Motor einen Lagerschaden denkt er noch und setzt beherzt den Schraubenzieher an. Mit einem lauten Knall verabschiedet sich die Sicherung und unser Held schüttelt seine Hand wild durch die Luft, doch auch dadurch verschwindet nicht dieses schmerzhafte Kribbeln in den Fingern. Der Staubsauger qualmt derweilen leise vor sich hin und das Kichern der Staubbällchen scheint etwas lauter geworden zu sein. Kurzerhand wird der Staubsauger in der grauen Tonne versenkt und mit dem Auto geht es Augenblicklich in Richtung des örtlichen Staubsaugerdealers .
—to be continued—
et Biedl

Sprachgenie
August 11th, 2007Ich bin schon ein Fuchs wenn es um Sprachen geht, so ein kleiner. Immerhin kann ich mehrsprachig agieren. Ich war ja “bekanntereinerweise” im Urlaub in Frankreich und es liess sich nun mal nicht vermeiden, dass mein Schiff sich unbedingt mal wieder Vollaufen lassen wollte. Nach einigem Suchen hatten wir dann auch eine Tanke mit ziemlich günstigen Preisen gefunden. Da mein Schiff bei so einer Aktion mal ganz schnell 120 Euro den Besitzer wechseln lässt und ich meine liquiden Mittel schonen wollte, stellte sich also die Frage, ob an dieser Tanke Kreditkarten akzeptiert werden. Ich fahre nach dem Tanken an den “drive-in” Schalter und die nette Dame nennt mir den Preis und bekommt von mir die Antwort:
Oui, do you accept kredit cards?
“LSMF?” Blick von links, plötzlich einsetzendes schallendes Gelächter von rechts… und mittendrin ich, mir keiner Schuld bewusst. Hab ich eine Weile zu gebraucht um zu kapieren, dass ich eben mal schnell die Sprache gewechselt habe. Und das im Bruchteil einer Sekunde. Fast so gut wie die Bestellung eines Freundes vor drei Jahren im örtlichen Tabakladen (ebenfalls in Frankreich):
… trois paquet de Gauloises, die großen, the red one please!
Wenn man uns weiterhin ins Ausland lässt, schaffen wir es vielleicht noch eine völlig neue Sprache zu entwickeln. Ich war schon immer der Meinung, alle sollten Suaheli lernen. Dann könnte man wenigstens in jedem Land auf der Welt miteinander kommunizieren.
et Biedl

Oxymoron
August 10th, 2007Bei mir läuft gerade Oxymoron und zwar von der Scheibe “Best before 2000″ das Lied Big Brother. Da es irgendwie recht herrlich zu der aktuellen Datenschutzdebatte passt (naja irgendwie zumindest) und deshalb veröffentliche ich zumindest mal den Songtext:
he’s the ghost behind the scenes
a nightmare born by modern times
different faces, various places
you’re never really sure if he’s around
he’s so insidious
watch your steps
wings familiar though surreal
he’s made of ice they’re made of steel
the brave new world you warned us of
turned out to be right in front of our doors
stomping boots
watch out droogs
Chorus:
watch out what you do our big brother keeps you in view
watch out what you do our big brother keeps his eyes on you
the terrorists are sharpened up
ike lurid visions in the dark
they’re marauding, raping, running wild
while watchful eyes observe the file
they’re so insidious
watch out droogs
Zumindest hat da schon mal so einige Jährchen zuvor in einem anderen Zusammenhang mitgedacht…
et Biedl
Immer dieses Finanzamt
August 10th, 2007Ich weiss nicht, die meisten Menschen werden erst gar nicht unter meinem Problem mit dem Finanzamt leiden. Aber jedes Jahr ist es bei mir das gleiche Spielchen. Ich weiss, dass ich Geld zurückbekomme und trotzdem graut es mir davor die Steuererklärung auszufüllen. Was dann dazu führt, dass ich irgendwann Post vom Finanzamt bekomme und angezählt werde. Dieses Jahr kam der Brief als ich gerade beruflich in den USA war und dann konnte ich sie nicht machen, weil ich ja erstmal im Urlaub war. Kaum zurück fing meine Frau auch noch damit an, sich auf die Seite des Finanzamts zu schlagen und mir die Steuererklärung auf’s Auge zu drücken. Also beugte ich mich der Gewalt und machte mich dran. Jetzt stehe ich da und kann einen ganzen Haufen benötigter Unterlagen nicht finden. Seit einer Woche wühle ich jeden Abend Ordner durch und suche wie ein Irrer. Nicht das ihr glaubt ich hätte keinen Überblick über meine Sachen, mein System ist eigentlich ganz einfach: Ich sammel alles was abgeheftet werden muss auf meinem Schreibtisch, bis ich es nicht mehr aushalte und hefte es dann ab. Das schöne an diesem System ist, dass mir eigentlich nie etwas verloren geht, denn wenn ich etwas in den Ordnern nicht finde weiss ich wo es ist. Irgendwo in den Tiefen des Haufens auf meinem Schreibtisch. Und jetzt suche ich und suche und es ist nicht da. Ich weiss, dass ich die benötigten Rechnungen extra Sicher abgeheftet habe und in keinem Ordner ist was zu finden. Auch in den Haufen bin ich schon eingetaucht, was eine ziemlich Gefährliche Aktion ist, da ich bestimmt schon seit einem Jahr nichts mehr abgeheftet habe. Um sich da durchzuwühlen muss ich als erstes einen Rucksack mit Lebensmitteln und Getränken packen und mir dann einen Bindfaden an den kleinen Finger Binden, dessen anderes Ende am Türgriff befestigt wird. Zur Sicherheit dann noch das Schweizer Taschenmesser eingesteckt, falls mich irgendetwas heimtückisch angreifen möchte. Dann kann es losgehen und langsam verschwinde ich dann in der Dimension meiner Papiere. Und dieses Wagnis habe ich diese Woche schon drei Mal auf mich genommen und bin zum Glück immer wieder zurückgekehrt. Aber das was ich suche konnte ich nicht finden und so werde ich heute Abend einen weiteren Versuch unternehmen, dieses Mal allerdings Bewaffnet, denn die imaginäre Katze, die dort vermutlich wohnt hat bestimmt genau diese Unterlagen gefressen und das bekommt sie zurück!!!
et
Biedl




